Navigations-Workshop des MSC am 16.02.2020

Eine Gruppe von 12 Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern des MSC traf sich zu einem Workshop. Ziel war, Informationen zum besten Vorgehen bei der Planung einer Motorradtour auszutauschen und von dem Wissen der anderen Teilnehmer zu profitieren.
Adolf, Thomas und Harald hatten sich inhaltlich vorbereitet und berichteten über ihr Vorgehen bei der Planung einer Tour. Alle nutzen unterschiedliche Programme auf ihrem PC zu Hause, bevor die Tour dann auf das Navigationsgerät (Navi) gespielt wird. Dies bedeutet, dass es einer intensiven Beschäftigung mit den Karten am PC bedarf, um eine großartige Tour zu planen.
Es wird nichts dem Zufall überlassen, indem nur ein Ziel eingegeben wird dann abgewartet wird, welche Route das Navi abhängig von der Einstellung, z. B. kurvenreich, wählt.
Bei der Planung am PC – egal mit welcher Software – sind die Einzelschritte ähnlich und es wird meist wie folgt vorgegangen:
- Eingabe des Ausgangspunktes und
des Zielortes
– Die Strecke sollte nicht länger als 150 bis 200 km sein.
– Wenn eine Mittagspause vorgesehen ist, sollten für Vor- und Nachmittag getrennte Routen geplant werden.
Der genaue Zeitpunkt der Ankunft zum Mittagessen ist dann bekannt und die Rechenzeiten des Navi werden bei Anpassungen verkürzt. - Die Suche der interessanten
Strecken am PC erfolgt über ein Zoomen in das Kartenmaterial
soweit, bis die Straßen der niedrigsten Ordnung gefunden
werden.
– Das Motorradfahren auf der Autobahn oder auf Bundesstraßen macht keinen Spaß.
– Die Unterschiede der Straßen und der Landschaft fernab des Massenverkehrs sorgen für besondere Erlebnisse. - Bei der Software am PC sollte
möglichst die gleiche oder ähnliche Voreinstellungen wie beim Navi
gewählt werden, z. B.:
– kurze Zeit oder schnelle Route
– Autobahn vermeiden
– unbefestigte Straßen vermeiden
– Fähren zulassen. - Bringt die
Planungssoftware auf dem PC nicht die gewünschten Straßen, so muss
durch das Setzen von Wegpunkten die gewünschte Strecke erzwungen
werden. Zu beachten ist:
– Wegpunkte müssen immer nach Abzweigungen oder nach einer Stadt gesetzt werden.
– Es sollen möglichst wenige Wegpunkte gesetzt werden.
– Die Wegpunkte müssen sauber gesetzt sein, z. B. bei 2 spurigen Straßen auf der richtigen Straßenseite (ggf. Ansicht vergrößern).
– Die Strecke muss sich bei der Planung schon interessant, kurvig und möglich auch bergig anfühlen.
Zu beachten ist, dass wenn die Route mit zu wenigen Wegpunkte geplant ist, am Navi evtl. anders verläuft. Das Navi legt die Route anhand der Wegpunkte entsprechend der Einstellung (kurz, kurvenreich oder schnell) fest. Es sind somit zumindest so viele Punkte zu setzen, dass die gewünschte Strecke auch vom Navi gewählt wird. - Zusätzlich zum Navi muss ein Ausdruck der Stationsliste erstellt werden, die weitere Städtenamen enthalten muss, damit die Route auch fahrbar ist, wenn das Navi mal ausfällt. Umso weiter die Strecke von der Heimat weg ist, umso genauer muss die Stationsliste sein. Zusätzlich sollte ein Karte dabei sein.
- Ist die Strecke fertig, muss sie gespeichert werden. Von der Route sind Dateien im gpx.-Format und im itn.-Format zu erstellen. Wenn nötig, ist ein Datei- Konverter zu verwenden.
- Die gpx.-Datei und die itn.-Datei können dann den Mitfahrern zur Verfügung gestellt werden. Die Navis der verschiedenen Hersteller verlangen unterschiedliche Datei-Formate.
Wichtig bleibt bei aller Technik-Verliebtheit, dass die Verantwortung für die Wahl des richtigen Weges der Motorradfahrerin und dem Motorradfahrer überlassen bleibt. Der Anweisung der freundlichen Stimme vom Navi darf ungeprüft nicht gefolgt werden (anders als zu Hause!).
Über den Workshop kamen sehr positive
Rückmeldungen zur Vorbereitung der Akteure, zu den Inhalten, zu der
Durchführung und zu der Organisation.
Der Dialog geht weiter und
so freuen wir uns über Anregungen, auch gerne telefonisch.
Die Akteure: Adolf, Harald, Thomas und Winni
Handy: 0157-54090815